Die Website dient der Vernetzung und dem Erfahrungs- und Informationsaustausch von TheateraktivistInnen und allen am Theater der Unterdrückten und anderen partizipativen Theatermethoden Interessierten.
Wir freuen uns über rege Nutzung und bitten vor dem Einstellen von Inhalten sich als BenutzerIn zu registrieren ...

F zum Weiterlesen, hier drauf klicken ... 

weiter …
 

Startseite arrow Forumtheater Linz arrow Forumtheater: "Trockenzeit"
Forumtheater: "Trockenzeit" PDF Drucken E-Mail

"Trockenzeit"
Ein Forumtheater zum Alltag nach dem Alkoholentzug

In diesem Forumtheater geht es um den Alltag von Menschen, die nach einem Entzug trocken bleiben wollen. In einer alkoholfreundlichen Gesellschaft – wie jene in Österreich – geraten sie damit immer wieder in Konfliktsituationen. Grundlage des Stücks sind Erfahrungen von Menschen, die von Alkoholabhängigkeit betroffen sind und seit kürzerer oder längerer Zeit abstinent leben.
Das Stück wurde im Auftrag von GOA Gmunden und mit Unterstützung der Selbsthilfegruppen Gmunden von Forumtheater Linz entwickelt.

Wir spielen gerne auf Anfrage!

Kontakt: Matthias Thonhauser, Tel. 0699/10587836,  E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Inhalt des Stücks
Herbert Gruber ist alkoholkrank. Im Zuge eines mehrwöchigen Aufenthalts in einer Therapieeinrichtung hat er es geschafft mit dem Trinken aufzuhören.
Zurück im Alltag versucht er in seiner von früher vertrauten Umgebung wieder Fuß zu fassen.
Außerhalb der geschützten Umgebung der Therapieeinrichtung ist er bei diesen Versuchen mit verschiedenen Konfliktsituationen konfrontiert.
Seine persönliche Entwicklung ist für viele Menschen seines Umfelds nicht einfach nachvollziehbar. Die Familie ist seit Jahren gewohnt, sich ohne seine Unterstützung zu organisieren und den Alltag zu bewältigen. Viele Verantwortungsbereiche wurden von seiner Frau Elfi oder dem Sohn Paul übernommen. Herberts Ankündigungen und Versuche mit dem Trinken aufzuhören ist den beiden vertraut, ebenso wie sein Scheitern. Wieder Verantwortung zu übernehmen, mit zu entscheiden und Handlungsspielraum zu gewinnen ist Herbert wichtig. Zugleich bedeutet es für seine Frau und seinen Sohn Handlungsmuster aus der Zeit vor dem Entzug aufzugeben und neue zu entwickeln. Verwandte und Stammtischkollegen begegnen ihm mit den gleichen Vorstellungen und Erwartungen, wie vor dem Entzug. Der Stammtisch war ein wichtiger Ort um Leute zu treffen, das Gefühl zu haben, wo dazu zu gehören. Wie bereit sind die KollegInnen, jemanden in ihrer Runde zu akzeptieren, der keinen Alkohol trinkt?
Im Laufe der Szenen scheitert Herbert mit seinem Wunsch nach Anerkennung und Akzeptanz.
Die Aufführung endet nicht mit dem Scheitern, sondern mit einer offenen Frage an das Publikum. Wie könnte Herbert anders handeln, damit er ohne die Abstinenz aufzugeben das erreicht, was ihm wichtig ist?
Das Publikum ist eingeladen an der Stelle von Herbert neue Handlungsvorschläge zu zeigen und auf diese Weise praktisch zu „diskutieren“.

SpielerInnen:
Mario Hickl ............................................ Herbert Gruber
Marianne Huber .................................... Elfi Gruber, Frau Graubichler, Silvia
Andreas Sonnberger ........................... Paul Gruber, Schorsch, Onkel
Kathlen Exner ...................................... Alte Frau, Tante, Frieda (Wirtin)

Matthias Thonhauser ........................ Projekt und Spielleitung

 
< zurück   weiter >
© 2012 ARGE Forumtheater
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.